Josef Hauser
Der GründerJosef Hauser wuchs in Burghausen als Sohn eines Gastwirts auf. Er absolvierte sowohl eine kaufmännische Ausbildung als auch eine Schreinerlehre und besuchte gleichzeitig das Gymnasium. In dieser Zeit studierte er auch bei einem angesehenen Zithernlehrer der damaligen Zeit. Bald begann er, eigene Zitherstücke zu komponieren und arbeitete später als Lehrer und als konzertanter Virtuose dieses Instruments.
In Erding bei München mietete er eine alte Scheune und baute dort seine erste Zither. Nach der Fertigstellung brachte er sie nach München und bat um eine Audienz in der Residenz von Herzog Maximilian von Bayern, einem bekannten Förderer der Zither. Der Herzog empfing ihn herzlich, und die beiden verbrachten angeblich die ganze Nacht damit, das neue Instrument gemeinsam zu spielen. Josef reiste am nächsten Tag mit einem Empfehlungsschreiben ab, das ihn auf den Weg zum professionellen Instrumentenbauer führte. Er war sehr stolz darauf, sich selbst Zitherbauer zu nennen, und stellte neben Zithern auch Gitarren, Mandolinen, Geigen und Lauten her.
Im selben Jahr gründete er einen eigenen Musikverlag, um seine eigenen Volkskompositionen zu drucken – ihm werden über 400 Stücke zugeschrieben. Nach der Heirat mit der Tochter eines Töpfers verlegte er seine Werkstatt und seinen Verlag nach München. Seine Arbeit wurde 1898 gewürdigt, als er auf einer großen Musikausstellung in Berlin eine höchste Auszeichnung erhielt und Herzog Maximilian ihm persönlich eine Medaille für Kunst und Wissenschaft verlieh.